Dieses Treffen in Budapest fand ganz im Zeichen „So leben wir…“ und im Sinne einer weiteren engen Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern in Europa statt.

Wir erlebten gemeinsam mit Gruppen aus Abtenau, Bratislava, Hoogezand und natürlich mit unseren Gastgebern eine tolle Zeit in Ungarns Hauptstadt – wir konnten ein vielseitiges, interessantes und jederzeit kurzweiliges Besuchsprogramm genießen.

Seht selbst, alle Teilnehmer unserer Zwickauer Projektgruppe haben ihre Erlebnisse in einem kleinen Reisebericht zusammengestellt.

Ja, und so haben Anna, Sophie, Tabea, Kevin, Robin und Toni die schöne Zeit in Ungarn erlebt…

Am 9. Oktober begann die Reise sehr früh; bereits um 06:28 Uhr fuhren wir in Zwickau mit dem Zug Richtung Dresden; dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt, dann ging es mit dem EC weiter nach Budapest – um 18:45 Uhr erreichten wir fast pünktlich unser Ziel und wurden von den Gasteltern und dem Lehrer, Herrn Töröcsik, begrüßt.

Nach der langen Anreise am Sonntag ging es am Montag endlich los – wir trafen uns um 9 Uhr in der Bibliothek der Semmelweisschule. Nach der Begrüßung begaben wir uns auf einen Schul-Rundgang. Es folgte die Vorstellung der selbst gedrehten Filme zur Thematik „So leben wir“. Da alle Filme reif für einen Oscar waren, fiel die Entscheidung schwer, welcher der Streifen die meisten Punkte erhalten sollte.

Letztendlich gewannen wir, ja unser Film aus Zwickau hat allen super gut gefallen (…uns auch!!) – wir waren für den Moment mächtig stolz und das motiviert uns natürlich für das nächste Jahr, den letzten Film im Rahmen des Projekts auch mit so viel Eifer herzustellen.

Nach der Bekanntgabe des Siegerfilms dieser Runde stand eine längere Pause an, in der wir uns mit anderen Schülern austauschen und verschiedenen Aktivitäten nachgehen konnten. Danach folgte das Mittagessen und die Stadtrallye, bei der wir viele Sehenswürdigkeiten von Budapest bestaunen konnten und viel Geschichtliches erklärt bekamen.

Anschließend gingen wir in ein Thermalbad – das war bestimmt schon sehr alt, aber wunderschön. Dort haben wir in Wasserbecken mit recht unterschiedlichen Temperaturen sowie in verschiedenen Saunabereichen etwas für unsere Gesundheit getan.

Nach einem sehr schönen Tag fuhren wir mit unseren Gasteltern nach Hause, dort unternahmen wir dann mit unserem Gastgeberschüler noch eine Nachtwanderung; wir wanderten auf einen Berg, von dort aus konnten wir Budapest bei Nacht sehen – ein herrlicher Anblick!!! (Toni Boeser und Robin Buthenhoff)

Am Dienstag, dem 11. Oktober ging es mit einem modernen Reisebus raus aus Budapest; wir besuchten ein Freilichtmuseum. Zu Beginn hatten wir keine richtige Ahnung, was uns da wohl erwarten würde…Nach einer kurzen Erklärung durch eine Museums- Mitarbeiterin begaben wir uns auf die Spuren der Vergangenheit.

Es wurde auf dieser riesengroßen gepflegten Anlage ein Dorf vorgestellt, wie man es früher vorfinden konnte. Ja, das Gelände war so groß, dass man auch mit einer kleinen Eisenbahn fahren konnte, um schneller voranzukommen.
Wir haben in der alten Dorfbäckerei leckere, frische Brötchen gekauft, die dort vor Ort gebacken wurden. In einige Häuser konnten wir hineingehen und die Einrichtung ansehen. Es war so gut wie alles, was für das Dorfleben wichtig war, ausgestellt: eine Kirche, die Schmiede, die Schule, Ställe, der Bäcker und die Wohnhäuser - alles war alt und irgendwie geheimnisvoll!!!

Ich habe viel fotografiert, und die Bilder sind richtig gut gelungen. Für mich war dieser Tag sehr interessant und alles war sehenswert. (Tabea Rochlitzer)

Am frühen Nachmittag ging es dann mit dem Bus weiter – davon berichtet euch jetzt Kevin Richter…

Wir fuhren ca. eine Stunde – und schon befanden wir uns in einer kleinen, sehr gut erhaltenen alten Stadt namens Szentendre. Ich erkundete mit meiner Gruppe die Stadt ein wenig, einige kauften ein Souvenir für Zuhause und wir hatten viel Spaß, als wir in einem Straßen-Café zusammensaßen. Danach ging es per Bus weiter zur Fischerbastei (..übrigens, sie wurde 1899 – 1905 nach Entwürfen von Frigyes Schulek erbaut und befindet sich auf dem Burgberg an der Stelle des mittelalterlichen Fischmarktes von Buda…); vor diesem Bauwerk steht eine Statue aus Bronze, die den Heiligen Stephan darstellt; er war der erste König von Ungarn, er förderte die Ausbreitung des Christentums.

Von der Burgmauer aus hatten wir alle einen schönen Ausblick auf Budapest.

Nach der Besichtigung der Fischerbastei fuhr David, unser Gastgeberschüler, mit Robin, Toni und mir zu einer Kletterhalle. Er zeigte uns sein außergewöhnliches Hobby, was auch uns trotz der Anstrengung recht viel Spaß gemacht hat. Nach zwei Stunden wurden wir von seinem Vater abgeholt, waren ziemlich k.o. – doch es war wieder ein erlebnisreicher Tag!!!

Vom Mittwoch, dem 12. Oktober berichtet Sophie Rochlitzer nun Folgendes:
Nach einer lustigen und lauten Busfahrt kamen wir in Tanyacsárda Lajosmizse in der Puszta an. Uns begrüßten grüne Wiesen, nette Mitarbeiter des Gestüts und ein leckerer ungarischer Snack. Für die Lehrer gab es einen Schnaps dazu … besser kann der Tag nicht starten.

Nachdem dies alle genossen hatten, manch einer noch Walnüsse gesammelt und geknackt hatte, schwangen wir uns auf Kutschen, die von Pferden gezogen wurden und unternahmen eine kurze Ausfahrt, auf der wir alle viel Spaß hatten. Später hatten die reitlustigen Schüler und Lehrer Gelegenheit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und alle unternahmen noch einen Spaziergang auf dem herrlichen Gelände. Wir bestaunten Pferde, Esel, Katzen, Hunde und hühnerartige Wesen – und bekamen langsam Hunger. Gesagt – getan - wir speisten im dortigen Restaurant zu Mittag; mit vollem Magen und einem dicken Lächeln ging es danach wieder zurück in die Stadt.

Anna nimmt uns jetzt mit ins Arena Plaza, Europas größtem Shopping-Center!!! Es befindet sich direkt neben dem Westbahnhof in Budapest, also relativ zentral. Von außen sieht es schon riesig aus, aber von innen ist es noch gewaltiger, da ein Teil noch unter der Erde liegt.

Wir staunten nicht schlecht, denn neben Shops, Restaurants und den üblichen Geschäften, fanden wir auch ein Tesco, ein riesiges Kino, ein Casino und vieles mehr. In die größten Shop-Ketten im Arena Plaza, wie Peek & Cloppenburg, Zara, H&M, Puma, Adidas …und und und haben wir mal reingeschaut; McDonald durfte bei unserem Rundgang natürlich auch nicht fehlen – sonst hätten wir ja gar nichts essen können!?!?

Nachdem wir zwei Stunden lang die Läden unsicher gemacht und auch das eine oder andere gekauft hatten, fuhren wir mit dem Bus zur Semmelweisschule und ließen es uns erneut schmecken – die Gasteltern hatten in der Zwischenzeit ein Abendessen vorbereitet, viele Leckereien mitgebracht, die wir nun gemeinsam genießen konnten.
Die Direktorin der Schule sprach noch ein paar Abschiedsworte – ja, und ich denke, allen hat der Aufenthalt bei unseren ungarischen Freunden sehr gut gefallen.

Am 13. Oktober traten alle Teilnehmer des Comenius-Projekts die Heimreise an (unsere Freunde aus Hoogezand haben Wien noch einen Besuch abgestattet und sind dann erst am Sonntag wieder nach Hause gefahren…).

Wir bedanken uns nochmals bei unseren ungarischen Gastgebern für diese erlebnisreichen Tage in ihrer Heimat.

Ein kleiner Ausblick

Im Januar fahren Schüler unserer Schule nach Hoogezand und im Februar werden wir Schüler aus Hoogezand im Rahmen des Comenius-Projekts in Zwickau zu Gast haben - …darauf freuen wir uns schon jetzt.

Zurück